Starker Damschaufler in Haßmoor gestreckt

Anfang August 2014 fiel Jägerin Inke Struck bei einer Revierfahrt ein starker Damschaufler ins Auge, welcher inmitten eines Hirschrudels bei noch gutem Licht, in einem Rübenacker stand. Der Entschluss war schnell gefasst, sich diesen kapitalen Hirsch einmal genauer anzusehen. Eine Kirrung war bereits auf dem Acker und eine Wildkamera dort schnell platziert. So konnten mehrere gute Aufnahmen vom Hirsch gemacht werden. Gut wenn man in eine alt eingesessene Jägerfamilie eingeheiratet hat und im Kreise dieser, den Hirsch auf dem Foto genauer „analysieren“ kann. Alle waren sich einig, bei diesem Hirsch handelt es sich um einen Abschusshirsch der Klasse 1A! Vom 1. September an wurde keine Gelegenheit ausgelassen, um auf den Hirsch zu jagen. Dies beinhaltete Ansitze von bis zu 8 Stunden, in dem der Hirsch zwar in Anblick kam, jedoch bei allen Bemühungen kein Schuss angetragen werden konnte. Ab Mitte Oktober fehlte vom Hirsch jede Spur und man war sich sicher, dass er sich auf dem Brunftplatz im Emkendorfer Forst aufhielt. Mit jedem Tag an dem der Hirsch nicht mehr in Anblick kam, stieg die Wahrscheinlichkeit, dass dieser entweder bei der Brunft zu Schaden kam, oder von einem anderen Jäger gestreckt wurde. Allein im Revier Haßmoor wurden während der Brunft 3 verendete Hirsche aufgefunden. Anfang Dezember trat I. Struck eine Jagdreise ins Erzgebirge an und konnte so den Mond für den Ansitz nicht nutzen, jedoch war die Wiederkehr (mit einem Rotspießer im Rucksack) um so erfreulicher, als Ihr Schwiegervater den Anblick des besagten Damhirsches mitteilte. Am 28. Dezember, ohne Mond, jedoch mit leichter Schneedecke, war die Kanzel wieder bezogen und gegen 18:00 Uhr kam ein gemischtes Rudel von 29 Stück Damwild auf 150m in Anblick. Wie der Zufall es will, machten sich zwei einzelne Hirsche auf den Weg zur Kirrung und I. Struck erkannte den langersehnten Schaufler! Nun galt es schnell einen Schuss anzubringen, da das restliche Rudel sich ebenfalls in diese Richtung bewegte. Nach gefühlten unendlichen Minuten stand der Hirsch frei und der Schuss war raus. Kugelschlag war deutlich zu hören und der Hirsch zeichnete, flüchtete aber in Richtung Nachbarrevier, welches nur ca. 300m entfernt ist. Eine Nachsuche durch Ihren Mann (Jann Struck) mit den HS Aska vom Hirschmoor und Adina Bordrup Klitplantage, wurde sofort eingeleitet, musste jedoch an der Grenze zum Nachbarrevier abgebrochen werden. Nach Absprache wurde am nächsten Morgen die Nachsuche nach einer unendlich langen und schlaflosen Nacht fortgesetzt und der Hirsch nach nur weiteren 50m gefunden.




Inke Struck
mit Ihrem kapitalen Damschaufler
und den HS Hunden Aska und Adina.

Waidmannsheil!

Überglücklich durfte der Hirsch in Besitz genommen werden und abends folgte ein zünftiges Hirschfest. Eine fachmännische Trophäenbewertung durch den ehemaligen Revierförster und dem jetzigen Jagdaufseher aus dem Emkendorfer Forst, ergab eine Punktzahl von 200,84 Punkten!
Wir wünschen Jägerin Struck und deren Familie ein kräftiges Waidmannsheil und bedanken uns bei allen Beteiligten für die Bemühungen und dem guten Zusammenhalt im Hegering Bovenau.

Claus Siebcken
Obmann für Öffentlichkeitsarbeit
Hegering Bovenau