Rothirsch in Bovenau gestreckt



Anfang September diesen Jahres, wurde durch Jäger Thorben Pede eine Hirschfährte entlang der A210 im Revier Bovenau gesichtet. Da sich bereits seit Mai ein Sikahirsch im Revier aufhielt, wurde dieser hierfür zunächst „verantwortlich gemacht“. Um alle Unklarheiten zu beseitigen, wurden 2 Wildkameras entsprechend platziert. Von nun an bestätigte sich der Hirsch alle 2 bis 3 Tage auf der Kamera, jedoch konnte durch den stetigen nächtlichen Nebel, immer noch nicht eindeutig festgestellt werden, welcher Hirsch hier neuerdings seine Fährte entlang der Autobahn zog.
Am 22 Sept. um 21:00 Uhr konnte endlich eindeutig ein Rothirsch auf den Bildern bestätigt werden. Hierbei handelte es sich um einen Rothirsch (ungrader Achter). Nach Rücksprache mit der unteren Jagbehörde, wurde dieser dem Revier Bovenau zum Abschuss freigegeben, da das Risiko der Autobahnüberquerung, trotz Wildschutzzaun, zu groß erschien. Von nun an wurde täglich auf den Hirsch angesessen und am Abend des 25. Septembers, trat der Hirsch nur 50 m vom Hochsitz entfernt aus dem angrenzendem Maisfeld aus. Schnell war die Sauer 202 (Kal. 8x57) fertig und nach weiteren 2 -3 endlos erscheinenden Minuten war der Schuss raus! Sichtbar tödlich getroffen, machte der Hirsch eine Flucht in den Mais, wo Jäger Pede hören konnte, wie dieser dort verendete. Nach kurzer gemeinschaftlicher Nachsuche im Mais, mit seinen mittlerweile herbeigerufenen Jagdkollegen, konnte der Hirsch nach ca. 80 m in Besitz genommen werden. Das Bergen des Hirsches war ungewohnt schwierig, konnte jedoch gemeinschaftlich, mit zum Teil schwerem Gerät, gemeistert werden. Aufgebrochen brachte der Hirsch ein Gewicht von 115 Kg auf die Waage. Bei einem zünftigen Hirschfest mit Fleisch und Wurst, fand der Abschuss mit allen Revierjägern ein würdiges Ende.
Wir wünschen dem Erleger ein kräftiges Waidmannsheil!

C. Siebcken
Obmann für Öffentlichkeitsarbeit
Hegering Bovenau

T. Pede mit Hirsch und Hündin Quinta